Mono Radiorecorder

 

Stern R 160  1972 - 1976         

1972 erschien mit dem R 160 der erste tragbare Radiorecorder der DDR. Optisch und technisch fast unverändert wurde das Gerät bis 1980 gebaut. Die ersten R 160 hatten noch Griffschalen aus Holz und einen Skalenzeiger aus Aluminium. 1975 wurde dann das Lochdesign für das Gehäuse eingeführt. Bis 1976 waren die Kunststoffteile für die Radio- und Kassettenfunktionen noch graviert. Im Vordergrund ein R 160 von 1973/74. Im Hintergrund ein Gerät von 1976 mit neuer Skala, neuem Drehspulinstrument aber noch mit gravierten Plasteteilen. Für die NVA wurde eine Sonderversion unter dem Namen "ARE 74" produziert. Dieses Gerät finden Sie in der Rubrik Geräte für Behörden.

 

Stern R 160  1977 - 1978

1977 kam ein leicht überarbeiteter R 160 in den Handel. Die Plasteteile mit den Symbolen für die Radio- und Kassettenfunktionen waren nun nicht mehr graviert sondern erhielten Siebdruck. 1978 entfiel dann auch das Drehspulinstrument für die Anzeige der korrekten Sendereinstellung. Es wurde durch eine LED für die Batteriekontrolle ersetzt. Sehr attraktiv ist die Version mit den weißen Kunststoffteilen.  

 

Stern R 1612  1979 - 1980

1979 wurde der R 160 optisch nochmal stark überarbeitet und kam nun als R 1612 in den Handel. Geändert wurde die Gestaltung der Front, in die nun die LED für die Batteriekontrolle eingebaut ist, die Skala und die Platte mit den Laufwerksfunktionen, die auch schon mal grau sein konnte (Bild vorne).  

 

anett

So gegen Ende 1973 begann die Serienproduktion des Radiorekorders anett. Entwickelt und gebaut wurde das Gerät vom VEB Antennenwerke Bad Blankenburg. Der anett verfügt über 3 Wellenbereiche: MW, KW und UKW bis 100 MHz. Das Laufwerk ist das Gleiche wie beim R 160. Auf dem Bild sind 2 Versionen mit unterschiedlichen Blenden zu sehen. 

 

anett IS

Ca. 1976 erschien der anett IS. In der Endstufe wurde jetzt ein IC verbaut. Deshalb erhielt das Gerät den Zusatz IS (Integrierte Schaltung) in der Typenbezeichnung. Optisch änderte sich nur das Design vom Lautsprechergitter, der Skala und es gab leichte Modifikationen bei der Beschriftung.

 

anett IS 2  

Technisch überarbeitet ging der anett als IS 2 in die letzte Runde. Das UKW Band wurde auf 104 MHz erweitert und das Gerät besitzt nun 2 IC's. Außerdem war er nun auch in beige zu haben.

 

Babett (KTR 430) 

Der Radio Recorder Babett wurde im VEB Antennenwerke Bad Blankenburg entwickelt und dort von 1977-1978 als Nachfolger des anett in geringer Stückzahl gebaut. 1978 wurde dann die Produktion von Stern-Radio-Berlin übernommen, wo der Babett bis 1982 gefertigt wurde. Das kleine Gerät ist relativ gut ausgestattet. So kann man zwischen Hand- und automatischer Aussteuerung wählen, eine auf Knopfdruck beleuchtete Skala und CrO2 Umschaltung gehören zur Ausstattung. Ein Trageriemen wurde mitgeliefert. Es gibt 2 Versionen vom Babett: Die ältere (Bild vorne) hat eine gelbe Skala, ein weiß bedrucktes Kassettenfach und etwas andere Symbole für die Laufwerksfunktionen. Unter den Namen "bruns" und "Mondivox" ging das Gerät auch in den Export (s. Exportgeräte). 

 

R 4000 

Der in nur wenigen Exemplaren gebaute R 4000 erschien 1977 als Nachfolger des R 160. Das Gerät wirkt deutlich moderner und ist mit einem eingebauten Mikro, zuschaltbarer Handaussteuerung, schaltbarer AFC und einem Bandzählwerk auch besser ausgestattet als sein Vorgänger. Aber gerade das Bandzählwerk bedeutete für den R 4000 auch das schnelle Ende. Dieses musste nämlich aus dem NSW importiert werden.   

 

R 4100  1. Serie 

1979 erschien der R 4100 als Nachfolger des R 4000. Technisch identisch, jedoch ohne Bandzählwerk, wurde das Modell bis 1983 fast unverändert gebaut. Die erste Serie hatte noch die glatten Seiten wie sein Vorgänger. Im Kabelfach steht auch noch R 4000 auf dem Typenschild mit der Seriennummer.

 

R 4100  

Das Drehspulinstrument für die Senderabstimmung wich im Laufe der Zeit einer LED Anzeige.

Als bruns KR 4100 ging das Gerät auch in den Export (s. Exportgeräte).

 

R 4200

Der R 4200 ist eine technisch vereinfachte Version das R 4100. Bei diesem Modell wurde auf das eingebaute Mikro und die manuelle Aufnahmeaussteuerung verzichtet.  

 

KR 450

Der Steracord KR 450 entspricht weitestgehend dem R 4100. Nur kleinere Details wurden geändert. So verzichtete man z.B. auf die Skalenbeleuchtung durch eine Soffitte. Stattdessen baute man zwei kleine LEDs in den Skalenzeiger ein. Der KR 450 ging unter der Bezeichnung bruns auch in den Westexport (s. Exportgeräte). 

Der KR 450 war auch in einem attraktiven Silber zu haben. 

 

KR 650

Als Nachfolger des KR 450 erschien 1984 bei Stern Radio Berlin der Steracord KR 650. Das Gerät verfügt über 3 Wellenbereiche (MW, KW, UKW bis 104 MHz), Bandzählwerk,

LED Aussteuerungsanzeige, Post Fading, CrO2 Umschaltung und Skalenbeleuchtung auf Knopfdruck. Erhältlich war der KR 650, der auch nach Frankreich und in die Bundesrepublik exportiert wurde, in den Farben silber, braun und anthrazit zum Preis von 1100,- M.  

Wenn er noch gut erhalten ist, so wie dieser auf dem Bild, macht der KR 650 in silber richtig was her. Leider sind solche Exemplare recht selten zu finden. Für diesen benötigte ich auch einige Stunden um ihn wieder in einen ansehnlichen Zustand zu versetzen. 

 

KR 660 

1984 erschien der KR 660 für 795,- M im Handel. Produziert wurde das Gerät bei Stern Radio Berlin. Das Radioteil verfügt über 3 Wellenbereiche mit MW, KW und UKW bis 104 MHz. Ansonsten ist der KR 660 sehr mager ausgestattet. Die ersten Geräte (Bild) hatten noch eine unbedruckte Skalenblende. Die Symbole für die Laufwerksfunktionen sind auf der Frontblende aufgedruckt. Das Kassettenfach hinter der Blende besteht noch aus farblosen Kunststoff, der sehr spröde ist. Dort sind häufig die Arretierungen abgebrochen und das Kassettenfach rastet nicht mehr ein. Den KR 660 gab es neben grau auch noch in braun und silber. Als RR 5325, RR 6100 bzw. bruns KR 660 und Mondivox ging das Gerät auch in den Export (s. Exportgeräte). 

 

KR 660  108 MHz

In nur wenigen Exemplaren und wohl auch nur in silber, wurde der KR 660 auch mit einem 108 MHz UKW Band ausgeliefert. Bei den silbernen Geräten wurde die Blende mit einem schwarzen statt des sonst üblichen weißen Siebdruck versehen.

 

KR 660 EAW 

Aus Kapazitätsgründen wurde ein Teil der Produktion des KR 660 zum Elektro-Apparate-Werk Treptow ausgelagert. Dort kreierte man gleich eine eigene Version. Das Gerät erhielt die Skalenblende vom bruns Exportmodell, die Plakette auf der Oberseite wurde geändert und auf der Rückwand klebt ein Schild mit dem EAW Markenlogo.  

 

KR 2000

Der KR 2000 wurde ab 1987 bei Stern Radio Berlin produziert. Er verfügt, wie auch der SKR 700 über das MU 300 Laufwerk. Der Tastensatz ist dagegen völlig neu und wurde wohl von der Studie "SKR 710" übernommen. Diese Laufwerkstasten kamen dann später auch beim SKR 730 zum Einsatz. Auch in der Bedienung ähnelt der KR 2000 dem SKR 700. Rechts werden die Wellenbereiche angewählt und links die Quellen. Allerdings wurde auf eine Klangregelung verzichtet. Das Gerät ging optisch und technisch unverändert in den Export nach Polen. Der KR 2000 wurde in den Farben mint, grau, und gelb, das sehr selten ist, verkauft und kostete 795,-M. 

 

XIRICO 2010

Ohne Kassettenteil und als Bausatz ging der KR 2000 als Xirico 2010 in den Export nach Mocambique. Später wurden Restbestände dieser Bausätze mit neuer Teillackierung, auf der linken Seite befand sich ursprünglich der Umriß des Landes Mocambique, beim Elektronikversand "ELV" verkauft. Wegen der gemeinsamen Basis mit dem KR 2000 ist das Xirico 2010 hier mit aufgeführt.  

 

 


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